Oper Leipzig "Il trovatore" - Foto: Kirsten Nijhof

Giuseppe Verdis lyrisches Drama „Il trovatore“ feiert in gekürzter Version und trotz Schließung der Opernbühne Premiere: Am 6. Dezember 2020 wird die Aufführung der Oper Leipzig mit Gewandhausorchester und Opernchor in voller Besetzung live übertragen. Die Aufnahme der Premiere steht im Anschluss noch 48 Stunden lang online kostenlos zur Verfügung.

Giuseppe Verdis lyrisches Drama „Il trovatore“ feiert in gekürzter Version und trotz Schließung der Opernbühne Premiere: Am 6. Dezember 2020 um 18 Uhr wird die klangvolle Aufführung der Oper Leipzig mit Gewandhausorchester und Opernchor in voller Besetzung aus sechs Kameraperspektiven live auf der Opern-Website übertragen. Die Aufnahme der Premiere steht im Anschluss noch 48 Stunden lang online kostenlos zur Verfügung.

Rache und Eifersucht – das sind die treibenden Kräfte in der schaurig-schönen Oper von Giuseppe Verdi. Schon in der Vorgeschichte von „Il trovatore“ nimmt das Unheil seinen Lauf: Aus Rache für ihre als Hexe verbrannte Mutter soll die Zigeunerin Azucena einen Sohn des alten Grafen von Aragón getötet haben. In Wahrheit war es aber ihr eigener Sohn, den sie im Wahn ermordete. Manrico, der Bruder des jungen Grafen, überlebt und wird von Azucena im Glauben erzogen, er sei ihr leibliches Kind. Nun stehen sich die Brüder als Rivalen gegenüber und werben um dieselbe Frau. Als sich die Situation zuspitzt, kommt es zum grausamen Showdown.

Giuseppe Verdi komponierte eine ebenso düstere wie mitreißende Musik für „Il trovatore“. Mit vokalen Glanzpunkten schuf er reizvolle Kontraste in der Finsternis. „Wenn du nach Indien fährst oder nach Zentralafrika, wirst du den ‚Trovatore‘ hören!“, so siegessicher sprach der Komponist über sein Werk und sollte Recht behalten. Neben „Rigoletto“ und „La traviata“ wurde „Il trovatore“ Teil von Verdis berühmter Triologie.

Inszeniert wird die gekürzte Fassung ohne Pause von Jakob Peters-Messer, der an der Oper Leipzig bereits 2017 mit seinem kafkaesk-düsteren „Don Carlo“ begeisterte. Jetzt hat seine eindrucksvolle Version von „Il trovatore“ unter der musikalischen Leitung von Antonino Fogliani, mit einem Bühnenbild von Markus Meyer und Kostümen von Sven Bindseil Premiere. Marina Prudenskaya feiert außerdem als Azucena ihr Hausdebüt an der Oper Leipzig.

Weitere Informationen und Livestream: www.oper-leipzig.de

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Von admin

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